Physiotherapie

Physiotherapie

Physiotherapie ist in der heutigen Medizin nicht mehr weg zu denken. Erfahren Sie hier alles Wichtige über das Thema Physiotherapie.

Geschichte der Physiotherapie in Österreich

Der Grundstein für die Physiotherapie in Österreich wurde vor über 100 Jahren im Jahr vom Arzt Josef Kowartschik (1876-1965) gelegt. Dr. Kowartschik eröffnete im Jahr 1916 die Privatschule für Asistentinnen der Physikotherapie in Lainz am Kaiser Jubiläumsspital der Stadt Wien (heutiges Krankenhaus Hietzing).

Zu Beginn dauerte die Ausbildung nur einige Wochen, dann einige Monate und ab 1940 ein Jahr.

Damals absolvierten ausschließlich Frauen diese Ausbildung. Die Berufsbezeichnung lautete damals “Assistentin für Physikotherapie”. Auf Grund von einer fehlenden gesetzlichen Grundlagen wurde die Schule 1941 geschlossen.

Am 4. Oktober 1943 entstand dann eine staatlich anerkannte Schule, dessen Ausbildung nun 2 Jahre dauerte. Diesen Durchbruch hatte man damals Johanna Betzwarz (1899-1981) zu verdanken, welche als rechte Hand von Dr. Kowarschik für die administrative Leitung schon der alten “Schule” Kowarschiks verantwortlich war.

Die moderne Physiotherapie von heute

Aktuell ist die Physiotherapie Ausbildung ein Vollzeitstudium auf dem FH Campus Wien, welche nach 6 Semestern mit einem Bachelor of Science in Health Studies (BSc) abschließt.

Ludwig Schedl/FH Campus Wien
Copyright: Ludwig Schedl/FH Campus Wien

Was genau ist Physiotherapie?

Die Physiotherapie, früher auch Krankengymnastik oder Bewegungstherapie genannt, hilft bei der Behandlung verschiedenster Erkrankungen, Verletzungen und Beschwerden. Auch präventiv kann Physiotherapie dabei helfen, zum Beispiel Haltungsschwächen, vorzubeugen. In der heutigen Medizin hat die Physiotherapie damit einen hohen Stellenwert.

Die Physiotherapie kann stationär (z.B. Spital, Reha-Zentrum, Kuranstalt) oder auch ambulant (Physikalisches Institut, freiberufliche Praxis) durchgeführt werden. Außerdem gibt es aus auch die mobile Physiotherapie (Physiotherapie mit Hausbesuch).

Wann macht man eine Physiotherapie?

Die Physiotherapie wird vor allem zur Therapie und zur Rehabilitation von verschiedenen Erkrankungen, bzw. nach Verletzungen oder Operationen eingesetzt. Auch in der Prophylaxe von Haltungsschwächen bzw. bei der Beratung der Arbeitsplatzberatung kommt die Physiotherapie zum Einsatz. Die Ziele in der
Physiotherapie werden vor allem vom individuellen Krankheitsbild bzw. von den Zielen des Patienten bestimmt.

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates

    In der Orthopädie und der Unfallchirurgie werden mit der Hilfe der Physiotherapie Erkrankungen der Wirbelsäule und der Extremitäten behandelt. Auch nach Verletzungen und Operationen kommt die Physiotherapie zum Einsatz.

    Erkrankungen der Wirbelsäule
  • Erkrankungen des Nervensystems

    Eine große Anzahl von neurologischen Erkrankungen kann physiotherapeutisch behandelt werden. Dazu zählen Störungen des Zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark) wie zum Beispiel ein Schlaganfall, Multiple Sklerose, Demenz und Querschnittverletzungen. Auch Erkrankungen des peripheren Nervensystems wie zum Beispiel Polyneuropathie, Radialisparese, Entzündungen von Nervenwurzel können mithilfe der Physiotherapie behandelt werden.

    Doktor mit Röntgenbild
  • Erkrankungen der Lunge

    Bei Erkrankungen wie Asthma, Mukoviszidose, COPD, können verschiedene Übungen aus der Atemphysiotherapie zum Beispiel eine gestörte Atmung positiv beeinflussen, oder mithilfe bestimmter Atemtherapiegeräte können Bronchien effektiver von Schleim befreit werden.

    Erkrankungen der Lunge
  • Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems

    Physiotherapie nach einem Herzinfarkt hilft dem Patienten, sich wieder auf die Belastungen des Alltags vorzubereiten. Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) kommt ein Gefäßtraining zum Einsatz.

    Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems

Was muss ich nach einer Physiotherapie beachten?

Nach einer Physiotherapie-Einheit ist die Arbeit meistens nicht getan. Auch zu Hause sollten die erlernten Übungen regelmäßig durchgeführt werden, damit es zu einem langfristigen Erfolg kommt. Somit lässt sich oft der körpereigene Heilungsprozess nicht nur positiv unterstützen, sondern auch beschleunigen.

Welche Risiken birgt eine Physiotherapie?

Prinzipiell birgt die Physiotherapie kaum Risiken. Trotzdem kann es zu einigen Nachwirkungen nach erfolgter Therapie kommen:

  • Muskelkater nach Kräftigungsübungen
  • Dehnschmerzen nach Mobilisationen von Bewegungseinschränkungen der Gelenke wie
    zum Beispiel eine frozen shoulder, nach einer Knie-TEP
  • Eventuell Blutergüsse und Reizzustände von Weichteilen nach erfolgter
    Faszienbehandlung, Triggerpunktbehandlung
  • Allgemeines Erschöpfungsgefühl nach erfolgter Behandlung

Unsere Spezialisierungen in der Physiotherapie

  • Skoliosetherapie

    Skoliosen sind 3 dimensionale Verschiebungen der Wirbelsäule. Mit Hilfe von bestimmten Übungen können diese Verkrümmungen behandelt und im besten Fall reduziert werden.
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  • Sportphysiotherapie

    Die Sportphysiotherapie hat sich auf die Behandlung von Sportverletzungen und auf die Betreuung von Sportlern spezialisiert.
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  • Manuelle Therapie

    Das Fundament der manuellen Therapie ist das Behandeln von Schmerzen und Bewegungseinschränkungen des menschlichen Körpers mit speziell erlernten Handgriffen.
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  • Triggerpunkttherapie

    Verhärtungen direkt im Muskel aber auch in der Hülle des Muskels, die sogenannte Faszie, werden ertastet und mit den Händen des Therapeuten behandelt.
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  • Wirbelsäulenrehabilitation

    Bei der Wirbelsäulenrehabilitation steht die Heilung von Wirbelsäulenverletzungen und Operationen im Vordergrund.
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  • Ganganalyse

    Die Ganganalyse ist ein Teilgebiet der Bewegungsanalyse, wo Fehlbelastungen des Ganges untersucht und dann mit speziellen Koordinations- und Kräftigungsübungen korrigiert werden.
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  • Schwindeltherapie

    Ein Schwindel kann verschiedenste Ursachen haben. Je nach Ursache des Schwindels können Übungen für das Gleichgewicht, aber auch bestimmte Befreiungsmanöver für den sogenannten gutartigen Lagerungsschwindel helfen.
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  • Faszientherapie

    Eine lange Zeit hat man gedacht, dass Faszien keine spezifische Aufgabe haben. Durch neueste Erkenntnisse in der Faszienforschung weiß man, dass Faszien mehr sind, als umhüllende Strukturen von Muskeln, Nerven und Organen. Störungen im Fasziensystem können Gründe für verschiedenste Beschwerden im menschlichen Körper sein. Zur Untersuchung und Behandlung der Faszien braucht es dafür eine tiefes und an ein Stand der Forschung angepasstes Fachwissen.
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Folgende TherapeutInnen bieten Physiotherapie an: